Fotos von Aktionen 2009 - 1
der Arbeitsgemeinschaft Archäologische Denkmalpflege


Jahresexkursion nach Delmenhorst und in die Wildeshauser Geest 20.6.09
außerordentliche Exkursion nach Kalkriese am 16.10.09
Fundbearbeitung im neuen Arbeitsdomizil


Jahresexkursion nach Delmenhorst und in die Wildeshauser Geest 20.6.09

Ursprünglich war eine Fahrt zum neu entdeckten, römischen Schachtfeld in im Südharz bei Northeim geplant. Aber leider standen die dortigen Experten am 20.6. für uns nicht zur Verfügung, weshalb diese Tour auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden mußte. --> Artikel vom 18.4.09 in der Oldenburgischen Volkszeitung, --> Artikel vom 16.12.09 in NWZonline.

Statt dessen führte uns die Jahresexkursion am 20.6. in den Raum Delmenhorst, wo 2009 das 750. Jubiläum der Burg gefeiert wurde und in die Wildeshauser Geest. Besucht wurden:
- Burginsel Delmenhorst
- Hünenburg bei Stöttinghausen (frühmittelalterl. Wallburg)
- Hügelgräberfeld bei Einen (über 50 eisenzeitliche Grabhügel)
- Sonnenstein bei Beckstedt (Nachbildung)
- Welsburg
- Megalithgrab Steinkimmen
- Bohlenwegrekonstruktion in Wittemmoor
- Klosterruine Hude mit Parkführung
 



Besuch auf der Burginsel Delmenhorst, wo 2009 das 750. Jubiläum der Burg gefeiert wird. 1259 wurde die Burg Delmenhorst zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, der Standort der Burg Delmenhorst gilt aber seit 1247 als gesichert. Die Delmenhorster Grafen waren eine Nebenlinie der Oldenburger Grafen, Graf Gerd, ein "Raubritter", war wohl der bekannteste. Die Burg wurde im 18. Jahrhundert unter dänischer Herrschaft abgerissen.




oben: vor der Hünenburg bei Stöttinghausen, einer frühmittelalterlichen Wallburg bei Twistringen. Diese sog. "Fliehburg" wurde im 8. bis 9. Jahrhundert zum Schutz gegen einfallende Ungarn errichtet.

links: im Hügelgräberfeld von Einen, südlich von Wildeshausen, wo im Wald noch über fünfzig eisenzeitliche Grabhügel erhalten sind. Leider ist auch hier der Anbau des Waldes ohne Rücksicht auf die Kulturdenkmäler vorgenommen worden, und oft sieht man vor lauter Wald die Gräber nicht.


 






Besuch der ehemaligen Grabungsstelle "Welsburg", wo die AG 1989 Grabungen machte. Die Burg stammte aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wude 1480 zerstört.
 



an den Hünensteinen 2 (Sprockhoff 928), einem Großsteingrab aus der Jungsteinzeit bei Steinkimmen


Der vorchristliche Bohlenweg 42 von Wittenmoor (129 v. Chr.), der in den 1960er Jahren ausgegraben wurde, und der Teil eines prähistorischen Fernweges war, der nach Süden bis nach Damme führte. Man fand hier ein hölzernes  Figurenpaar aus der Eisenzeit (Originale im Landesmuseum für Natur und Mensch).

rechts und oben: an der gewaltigen Klosterruine in Hude, die 1232 als "Portus Sancte Marie“ von den Zisterziensern gegründet wurde, und an der bis 1330 gebaut wurde. Von 1251 bis 1450 wurden hier die Oldenburger Grafen bestattet. 1536 wurde das Kloster von den Mönchen verlassen und wurde als Steinbruch genutzt, bis es 1687 von der Familie von Witzleben übernommen wurde. Sie stoppten den Verfall.

Fotos: Dr. Jörgen Welp, Peter Ostermann, Text: Dr. Bernd Rothmann



oben: der Sonnenstein von Beckeln, mit elf konzentrischen Kreisen und einer mittigen, schalenförmigen Einkerbung, deren Bedeutung bis heute unbekannt sind. Der Stein ist leider nur eine Kopie, der echte Stein steht seit 2004 im Landesmuseum Schloß Gottorf in Schleswig.
 

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Copyright: B. Rothmann V1, zuletzt geändert am 28.10.09