Fotos von Aktionen 2013 - 3
der Arbeitsgemeinschaft Archäologische Denkmalpflege



Exkursion ins Landesmuseum in Braunschweig und ins Paläon in Schöningen - September 2013

21 AG-Mitglieder hatten sich am Samstag, den 7.9.13, um 8:00 an der Weser-Ems-Halle eingefunden, um per Bus zwei großartige Museen bzw. Ausstellungen anzusehen. Und wieder hatte Dr. Eckert für bestmögliche Führungen vor Ort gesorgt.

Erste Station war das Landesmuseum in Braunschweig, in dem wir uns zuletzt im Februar 2008 die Schöninger Speere angesehen hatten, als sie noch in ihrer Konservierungsflüssigkeit lagen.
Dieses Mal besuchten wir Braunschweig, um uns die Sonderausstellung "Roms vergessener Feldzug - Die Schlacht am Harzhorn" anzusehen. Somit war dieser Besuch eine direkte Fortsetzung unserer Jahresexkursion vom Juni 2012, als wir unter fachkundiger Führung von Dr. Geschwinde den Originalschauplatz in Augenschein genommen hatten. Im Landesmuseum wurden wir wieder von Dr. Michael Geschwinde geführt, der auch maßgeblich an der Ausstellung beteiligt gewesen war.
Neben zahlreichen Funden vom Harzhorn wurde in der Austellung auch der politische Hintergrund dieses Feldzuges dargestellt. Eine Ausstellung, die uns alle begeistert hat.


der Museumseingang


in der Ausstellung


Begrüßung durch Dr. Geschwinde (2. v. links)


Schlachtengetümmel auf der Karte

Von Braunschweig ging es durch die wunderschöne Landschaft des Elm nach Schöningen, wo in den letzten Jahren für 18 Mio Euro direkt am Rande des Braunkohlentagebaus das modernste Museum Deutschlands entstanden und im April eröffnet worden war: Das Paläon.
Hier werden nicht nur die Originale der berühmten, 1994 gefundenen Schöninger Speere, sondern auch unzählige andere Funde, u.a. Waldelefanten, Wildpferde und Wisente aus dem Tagebau gezeigt. Rund um das Paläon werden z.Z. Außenanlagen angelegt, die den Besucher später ebenfalls in die Welt der Zwischeneiszeit führen soll. Vier Prezewalski-Pferde, die zur letzten lebenden Wildpferdrasse in Europa gehören, können dort heute bestaunt werden.
Geführt wurden wir von Jana Hugler, die im Paläon für Bildung und Vermittlung zuständig ist, und die ihre Sporen als Archäologin in Oldenburg verdient hatte. Sie gab nicht nur einen kompetenten, informativen Überblick über die Ausstellungsobjekte im Museum, sondern erläuterte auch emotionell, mit wie vielen Problemen die Eröffnung eines neuen Museums einhergeht.


der Museumseingang


in der Ausstellung


Wisent/Auerochsenskelett


Aussicht auf die Wildpferde


Begrüßung durch Jana Hugel (weißes T-Shirt)


große, bunte Kunstwerke an der Wand


die Schöninger Speere


"Heimchen" und "Heimweh"

Um 20:30, d.h. nach mehr als 12 Stunden, kamen wir müde und mit neuem Wissen gesättigt wieder in Oldenburg an. Eine absolut gelungene Exkursion zu zwei außergewöhnlichen Ausstellungen, wobei anzumerken ist, dass an beiden Orten die Zeit zu kurz war, um all die Details zu bestaunen, die geboten wurden.
 

Text und Fotos: B. Rothmann


Copyright: B. Rothmann V1, zuletzt geändert am  8.9.13