Reinigungsaktionen 2010 an Megalithgräbern
a) Große Steine von Kleinenkneten am 15.5.10
b) Hohe Steine von Wildeshausen am 10.7.10
c) Großsteingrab Bakenhus am 24.7.10
d) Heidenopfertisch bei Engelmannsbäke/Visbek am 29.7.10

In 2010, führte der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) mehrere Reinigungsaktionen an Megalithgräbern durch, zu der auch die Mitglieder der AG eingeladen waren. Es gibt z.Z. mehrere Großsteingräber, die von Wildwuchs befreit werden müssen.
Nachdem sich der Heimatverein Düngstrup jahrelang erfolgreich um die Pflege von vorgeschichtlichen Denkmälern in der Umgebung von Wildeshausen gekümmert hatte, ist diese Aufgabe jetzt vom UZW übernommen worden. Die Aktionen werden mit dem Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD), dem Forstamt und ggf. mit anderen Behörden abgestimmt.

a) Große Steine von Kleinenkneten
Der Anfang wurde am 15.5. mit den Großen Steinen von Kleinenkneten gemacht, die einen recht verwahrlosten Eindruck machten, bzw. durch Baumbewuchs auf dem Hügel in ihrer Substanz gefährdet waren (siehe Foto links, Aug. 2009).

11 Erwachsene und 3 Kinder gingen mit so hohem Eifer zur Sache, dass kurz nach 11 Uhr schon alle Arbeiten abgeschlossen waren. Jeder hatte geeignete Gartengeräte und Handschuhe mitgebracht, und obwohl am 15.5. "die kalte Sophie" für recht kühles Wetter sorgte, hat wohl keiner gefroren.
Leider hatte sich außer B. Rothmann kein weiteres AG-Mitglied in Kleinenkneten eingefunden. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
--> mehr Info zu den Kleinenkneter Steinen auf www.steinzeugen.de


links die fleißigen Helfer, oben das gereinigte Hünenbett 1.

 

 

b) Hohe Steine von Wildeshausen
Am 10.7.2010 hat der UZW zum zweiten Mal für Ordnung gesorgt und bei wirklich extremen Sommertemperaturen vormittags am Großsteingrab Hohe Steine an der B 213 aufgeräumt. Die Hohen Steine sind ein schönes Beispiel für ein Ganggrab mit fast intakter Umfassung. Diese Umfassungssteine waren zum größten Teil von Brombeergebüsch überwuchert, so dass sie kaum noch zu sehen waren. Dieser Wildwuchs wurde zurückgeschnitten, und auch ansonsten dem eindrucksvollen Megalithgrab mehr Raum gegeben.
--> mehr Info zu den Hohen Steinen auf www.steinzeugen.de

 

c) Großsteingrab von Bakenhus
Dieses relativ unbekannte Grab war bis 2005 fast gänzlich im Erdboden verborgen, bis es durch eine Jugendgruppe von Hobbyarchäologen unerlaubterweise teilweise ausgegraben wurde. Deshalb musste im Februar 2007 eine offizielle Vermessung und Untersuchung des Grabes erfolgen, das jetzt in seiner gesamten Ausdehnung sichtbar ist. Im Juni 2007 wurde die Anlage durch einen Einsatz der AG für Archäologische Denkmalpflege "verkehrssicher" gemacht, indem die Wälle abgeschrägt wurden. Seitdem hatte das Grab keine weitere Pflege mehr erhalten, und insbesondere im südlichen Teil der Anlage machten sich Himbeeren und Faulbäume breit (foto unten links). Auch zahlreiche Birken und Eichen hatten sich versät. Diese wurden am 24.7.2010 im eigentlichen Bereich des Grabes entfernt bzw. zurückgeschnitten (Foto unten rechts).
Ein Problem bei diesem Grab ist der extrem starke Grasbewuchs, unter dem zahlreiche kleine Steine versteckt sind.

 

--> mehr Info zum Bakenhuser Grab auf www.steinzeugen.de

d) Heidenopfertisch bei Engelmannsbäke/Visbek
Am 29.7.2010 fand eine Aufräumaktion am wohl meistfotografierten Großsteingrab Nordwestdeutschlands, dem Heidenopfertisch, statt. Auch hier ging es im Wesentlichen darum, den Wildwuchs im unmittelbaren Grabbereich zu entfernen, der aus Faulkirschen, kleinen Tannen, Ebereschen und Himbeeren bestand. Diesmal kam soviel Grünabfall zusammen, dass er außerhalb des eigentlichen Grabes gelagert werden musste, damit das Forstamt ihn später abfahren konnte.
Fotos unten:  links vor und rechts nach der Reinigung

--> mehr Info zum Heidenopfertisch auf www.steinzeugen.de

Der Weg zu den Gräbern:
 

Große Steine bzw. Hohe Steine
bzw.
Bakenhus und Opfertisch
auf einer größeren Karte anzeigen

--> zur Homepage des UZW


Seite zuletzt geändert am  29.7.2010